Wie baut man eine Wildbieneninsel?

Im diesem Video erhälst du einen Überblick wie du Schritt für Schritt eine Wildbieneninsel, ein InNature, aufbauen kannst. Die genauen Infos solltest du dir natürlich trotzdem durchlesen.

Na, alles klar soweit?

Unter „Downloads“ findet ihr eine Bauanleitung zum Ausdrucken und Mitnehmen. So habt ihr alle Schritte immer griffbereit, auch wenn es draußen auf der Fläche losgeht.

Sobald das beauftragte Unternehmen die Materialien geliefert hat, kann es richtig losgehen mit dem Bau! Falls ihr wissen möchtet, welche Materialien genau gebraucht werden, schreibt uns einfach! Wir helfen euch gerne weiter.

Arbeitsschritte

1. Bewuchs entfernen

Nach gemeinsamer Planung und Standortfestlegung wird die Fläche vorbereitet. Dazu wird der Bewuchs entfernt und möglichst abtransportiert oder an anderer Stelle zwischengelagert.

2. Graben und Füllen

  • An der gewünschten Stelle wird auf einer Fläche von etwa einem Quadratmeter der Boden bis zu einer Tiefe von 70 cm ausgehoben.
  • In der Grube wird eine Schicht aus kleineren Steinen eingebracht, um das Ablaufen von Wasser zu erleichtern.
  • Darüber wird ein wasserdurchlässiges, zugeschnittenes Vlies gelegt. Die restliche offene Bodenfläche bleibt für Wildbienen unbedeckt, damit diese tiefere Nistlöcher graben können.
    • Der spezielle Lehm-Sand wird in die Grube gefüllt und schichtweise verdichtet. Dieser Sand bietet durch den Lehmanteil die notwendige Festigkeit, um das Zusammenfallen von Wildbienennestern zu verhindern.

    3. Steilwand aufbauen und modellieren

    • Der verbleibende Lehm-Sand wird auf der Fläche, einschließlich des Hügels, aufgetragen.
    • Der Hügel sollte am nördlichsten Punkt des InNatures aufgebaut werden. Die schräge Seite des Hügels sollte nach Süden ausgerichtet sein. Es ist gut, wenn Hügel und die befüllte Grube sich überschneiden.
    • Aus dem Sand kann eine kleine Steilwand modelliert werden, die von Wildbienen und friedlichen Grabwespen gerne genutzt wird.
    • Wasseransammlungen sollten durch eine entsprechende Modellierung vermieden werden.
    • Größere Steine und Wurzeln können in die Gestaltung des Sandhügels eingebracht werden, um einen natürlichen Charakter zu schaffen.

    4. Verschiedene Bodentypen schaffen

    • Eine Fläche wird mit den kleinen Steinen und Erde durchmischt, um nährstoffarme Bedingungen zu schaffen.
    • Eine andere Fläche kann durch die Mischung von Erde und Sand durchlässiger gestaltet werden.

    5. Bepflanzung und Dekoration

    • Größere Steine können zur Einfassung der gesamten Fläche genutzt werden.
    • Die restlichen Steine und Totholz dienen zur weiteren Gestaltung.
    • Die geplanten Pflanzen werden je nach Standortbedingungen eingepflanzt.

    Hinweis

    Ein Steingarten ist kein Schottergarten! Ziel ist es, einen ökologisch wertvollen Lebensraum für Fauna und Flora zu schaffen.

    So sah das bei unserem ersten InNature-Projekt aus:

    Die Anlieferung.
    Noch ein wenig modellieren.
    Die Gestaltung.
    Totholz dazu.
    Fast fertig.
    Das InNature.
    Es ist vollbracht!
    Die ersten Bewohner sind 2021 eingezogen.
    Mit etwas Glück ziehen sogar Hosenbienen ein.

    So schön hat es dann geblüht.


    Und nun das Ganze noch aus der Maulwurfsicht.

    Die Vorbereitungen
    Das Befüllen
    Das Modellieren
    Für Nahrung sorgen