Liebe InNature Schulen,
ich hoffe, ihr hattet einen angenehmen Schulstart!
Vielen Dank, dass viele von euch so kurzfristig eine Evaluation ermöglicht haben. Wir haben uns die Bilder und Videos angesehen und können nun ein allgemeines Fazit ziehen. Genaueres wollen wir in einem Pflegehandbuch an euch weitergeben. Wenn ihr eine individuelle Rückmeldung möchtet, antwortet gerne auf diese E-Mail.

Insgesamt sind wir stolz darauf, dass an so vielen Schulen im Kreis Steinfurt eine InNature-Fläche steht, eine Insel für die Natur, die zum Beobachten und Entdecken einlädt. Um möglichst viel für die Schulen und Wildbienen herausholen zu können, möchten wir euch einige allgemeine Tipps geben.
Damit wir in gutem Kontakt bleiben und euch auch über das Pflegehandbuch informieren können, bitten wir euch, dass sich mindestens eine Ansprechperson pro Schule für unseren Newsletter anmeldet. Wir verschicken ihn nicht regelmäßig, sondern nur dann, wenn es etwas Neues gibt, das für euch relevant sein könnte: https://innature.school/blog/
Demnächst wollen wir gerne mehr zum Thema kommende Vorträge verkünden;)
Nun zu den Tipps:
1. Die Sandfläche freihalten
InNature ist ein Sandarium. Mit „Sandfläche“ meinen wir die Stelle, an der ein Loch ausgehoben und mit einer Lehmsandmischung befüllt wurde sowie die angrenzenden Bereiche mit viel Lehmsand (Hügel und Steilwände).

Diese Fläche sollte möglichst frei von Bewuchs bleiben. Dort können Wildbienen tiefe Brutröhren graben. Wenn Pflanzenwurzeln in diese Gänge hineinwachsen, können sie die Brutkammern beschädigen und die Entwicklung der Wildbienen beeinträchtigen.
Wenn Pflanzen bereits tiefe Wurzeln gebildet haben, besteht beim Herausziehen die Gefahr, dass dabei ebenfalls die Gänge der Wildbienen zerstört werden. Deshalb gilt: Haltet die Sandfläche frei und entfernt junge Triebe möglichst früh und vorsichtig.
Einige Schulen haben Trittsteine auf der Sandfläche platziert. Das erleichtert die Pflege, da man alle Bereiche erreichen kann, ohne die Fläche unnötig zu betreten und zu verdichten.
2. Was darf wachsen und was nicht?
Grundsätzlich gilt: Regionale Blühvielfalt ist erwünscht. Auf unserer Website findet ihr Beispiele für Pflanzen, die sich besonders gut für Wildbienen eignen. Natürlich darf auch selbstständig etwas wachsen. Wichtig ist jedoch, regelmäßig zu beobachten, um welche Pflanzen es sich handelt.

Handelt es sich um invasive oder stark wuchernde Pflanzen, sollten diese möglichst früh entfernt werden. Solche Pflanzen können sich schnell ausbreiten und später nur schwer wieder aus der Fläche entfernt werden. Auch findet ihr auf unseren Website Infos dazu: https://innature.school/wie-pflegt-man-eine-wildbieneninsel/
Leider haben wir derzeit nicht die finanziellen Mittel, um die Schulen regelmäßig mit neuen Pflanzen zu versorgen. Es gibt jedoch möglicherweise Fördermöglichkeiten bei Städten, Gemeinden, Vereinen oder auch lokae Gärtnereien. Es kann sich daher lohnen, dort nachzufragen.
3. Arbeitsmaterialien
Dieser Punkt ist zwar kein direkter Pflegetipp, aber wir haben gesehen, dass einige Schulen tolles Arbeitsmaterial entwickelt haben. Dieses kann beispielsweise in einer InNature-AG oder Garten-AG eingesetzt werden.

Wir arbeiten derzeit daran, die Materialien zu sammeln, durch eigene Inhalte zu ergänzen und anschließend als Download auf unserer Website zur Verfügung zu stellen. Schreibt uns gerne, dann könnt ihr die Materialien im Drive hochladen.
Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Engagement für die Wildbienen und die biologische Vielfalt an euren Schulen!
